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Corona: Wie muss/kann ich die Corona-Situation in meinen Wertermittlungen berücksichtigen?

Folgen

Die Folgen der Corona-Krise können auch den Wert von Immobilien beeinflussen. Ob und inwiefern, dass ist zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht abzusehen. Allerdings wissen wir, dass die aktuelle Situation noch nicht in den aus vergangenen Transaktionen abgeleiteten Marktdaten (wie z.B. den Sachwertfaktoren oder Liegenschaftszinssätzen) berücksichtigt ist, so dass ggf. eine zusätzliche Marktanpassung durchgeführt werden könnte. Aber auf welcher Grundlage? Sachverständigenverbände empfehlen gerade, den aktuellen Umstand zu beschreiben und darauf hinzuweisen, dass der Marktpreis auf den aktuellen Marktdaten beruht, die im Zeitraum vor der Corona-Pandemie abgeleitet wurden.

Sie sollten sich als Immobilienprofi mit der Problematik auseinandersetzen und überlegen, ob bzw. in welcher Form sie das in Ihrer Marktpreisermittlung berücksichtigen wollen. Aus Sicht von Sprengnetter sollte zumindest ein Hinweis auf die Corona-Pandemie nicht nur in der Marktpreismittlung, sondern auch in dem Übersendungsschreiben hierzu mit aufgenommen werden. Ein möglicher Textbaustein wäre z.B.:

 

„Der ermittelte Marktpreis basiert auf Marktdaten (insbesondere auf ausgewerteten Kaufpreisen und Mieten), die vor der aktuellen Corona-Pandemie zustande gekommen sind. Ein ggf. diesbezüglich zwischenzeitlich eingetretener Werteinfluss konnte bislang nicht nachgewiesen werden und wird daher in der Wertermittlung nicht berücksichtigt.“

 

Dieser Hinweis sollte nicht im Kleingedruckten untergehen, sondern idealerweise kurz vor oder kurz hinter dem ermittelten Marktpreis (ggf. fett gedruckt) platziert werden.

Es ist zu erwarten, dass in einigen Monaten neue Erkenntnisse vorliegen, so dass der Textbaustein zu gegebener Zeit angepasst werden sollte.

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